Kommt man heute nach Waghäusel, fällt der Blick von weitem auf die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg; die Silos auf dem ehemaligen Südzuckergelände erinnern an die bis ins letzte Jahrhundert zurückreichende Prägung von Land und Leuten durch die Zuckerfabrik; Bahnlinien und Schnellstraßen umgeben den Ort in nicht allzuweiter Ferne. Die Moderne bestimmt unübersehbar das Landschaftsbild. - Doch alles was ist und Bestand haben will, nährt sich in der Regel von tieferen Wurzeln, die dem Auge verborgen sind. In Waghäusel reichen diese Wurzeln zurück bis in den Anfang des 15. Jahrhunderts. Eine Marienfigur zog die Menschen aus der ganzen Umgebung an. Am Schnittpunkt der Straßen , die von der fürst-bischöflichen Residenz Udenheim (später Philippsburg) nach der Markgrafschaft Baden und zur Kurpfälzischen Herrschaft in Heidelberg führten, befand sich ein Bildstöckchen, das die Vorüberziehenden an diese große Pilgerin auf den Wegen des Lebens und des Glaubens erinnerte. Die Menschen hielten auf ihren Wegen inne und legten ihre Sorgen und Freuden der Mutter Christi ins Herz. Viele erfuhren Hilfe, erzählten es weiter und so entstand an dem "Häußlein an der Wag" die Wallfahrt zur "Mutter mit dem gütigen Herzen". 1473 ließ der Speyrer Bischof Matthias von Rammung an der Stelle des Bildstöckchens eine Kapelle erbauen, die mit ihrem gotischen Gewölbe bis heute erhalten geblieben ist. Von da an wurde der Gnadenort weiter bekannt und, als um 1614 die Kapuziner die Betreuung übernahmen, entwickelte er sich zu einem Brennpunkt der Seelsorge in der Region. Nach wechselvoller Geschichte, die geprägt war von den Wirren und Wogen der jeweiligen Zeit, haben die Kapuziner im November 1999 das Kloster verlassen, um andere bestehende Konvente zu stärken.
Seitdem führen die "Brüder vom Gemeinsamen Leben" auf Ansuchen der Erzdiözese Freiburg hin die Seelsorge an der Wallfahrtskirche weiter. Der Orden ist eine eigenständige Kongregation der "Augustiner – Chorherren". Seine Wurzeln reichen bis ins 14. Jh. zurück, wo er gemeinsam mit einem weiblichen Zweig aus einer starken Erneuerungsbewegung – der "devotio moderna" – herauswuchs. Die Brüder übernehmen Aufgaben in der Gemeinde- und Sonderseelsorge und versuchen, ihre Häuser für suchende Menschen unserer Tage offen zu halten.
Zur ideellen und finanziellen Förderung der Wallfahrt nach Waghäusel ist im Juli 2000 ein Förderverein gegründet worden.
Erster Vorsitzender ist heute Gerd Maier aus Wiesental. Weitere Gründungsmitglieder sind neben dem langjährigen Vorsitzenden, Motor und Initiator des Vereins, Klemens Eusachi, u.a. die ehem. Bürgermeister von Waghäusel und Philippsburg, Robert Straub und Fritz Dürrschnabel.
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durchBeschaffung von Mitteln durch Beiträge, Spenden und Veranstaltungen, die der Werbung für den geförderten Zweck dienen;
bei Baumaßnahmen auch durch unentgeltliche Hilfe und Unterstützung.
So werden z. B. Mittel bereitgestellt
zum Bau und zur Bauunterhaltung der Wallfahrtskirche und der mit ihr verbundenen Klostergebäude einschließlich der dazugehörigen Außenanlagen;
zur Renovation oder
Neuanschaffung der Orgel;
zur Verschönerung der Kirche und Klosteranlage;
zur Renovierung bzw. Neuanschaffung von sakralen Gegenständen;
zur Unterstützung der geistlichen Angebote für die Besucher der Wallfahrtskirche und des Klosters;
zur Erforschung der Wallfahrtsgeschichte und der Erstellung von heimatgeschichtlichen Beiträgen.
zum Bau – Einrichtung – Betrieb und Unterhaltung der geplanten Maßnahme „Haus der Christlichen Nächstenliebe“, unter der Voraussetzung, dass dieses Vorhaben von der Finanzbehörde als gemeinnützig anerkannt ist.
Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (§ 51ff AO). Er ist ein Förderverein i. S. von § 58 Nr. 1 AO, der seine Mittel ausschließlich zur Förderung der Wallfahrt nach Waghäusel verwendet.
Bitte
helfen auch Sie mit, dass die Wallfahrt nach Waghäusel lebendig erhalten
bleibt und auch heute suchende Menschen hier Besinnung und Orientierung finden
können! Werden Sie Mitglied im "Förderverein Wallfahrtskirche Waghäusel
e.V."!
Spendenkonto: Förderverein Wallfahrtskirche Waghäusel e.V.
Kto. Nr. 105 930 00
Bruhrainer Volksbank BLZ 663 916 00
zum Bau – Einrichtung – Betrieb und Unterhaltung der geplanten Maßnahme „Haus der Christlichen Nächstenliebe“, unter der Voraussetzung, dass dieses Vorhaben von der Finanzbehörde als gemeinnützig anerkannt ist